San Francisco

Die Schöne am Golden Gate

Bekannt aus Film & TV: Sehenswürdigkeiten rund um die Bay Area

„Jedem sollte es möglich sein, zwei Städte zu lieben: Seine eigene und San Francisco“ Gene Fowler, Schriftsteller & Journalist

Ein Aufenthalt in San Francisco ist wie das Wiedersehen mit einer alten Bekannten: So viele Straßen, Gebäude, Panoramen sind aus Filmen bekannt und haben sich in das kollektive Bewusstsein eingeprägt. Das sollte aber niemanden davon abhalten, auch neue Attraktionen und wiederbelebte Viertel der Stadt zu versäumen.

Besichtigungstipps & Infos

Fisherman´s Wharf
Umfragen haben ergeben, dass nahezu 85 Prozent aller San Francisco Besucher Fisherman’s Wharf sehen wollen. Der beliebte Ort an der historischen Waterfront sieht zwar so aus, als wären die Fischerboote nur eine Kulisse für einen Film, aber sie stehen tatsächlich in Gebrauch und gehen frühmorgens im Gebiet vor der Golden Gate auf Fang und kommen zu Mittag wieder zurück. Der frische Fang steht als „Special of the Day“ auf den Speisekarten der Restaurants. Wer übrigens die großen Krebse hier sieht, sollte wissen, dass nur die Dungeness Crab (Kalifornischer Taschenkrebs) mit dem breiten Brustpanzer – sie ist auch im Wappen des Fisherman’s Wharf abgebildet – von der Westküste kommt. Die oftmals hier angepriesenen Lobster gibt es nur im Atlantik. Sie werden von der US-Ostküste eingeflogen.

Neben den unzähligen Lokalen und dem Duft der Küchen, ist das Viertel auch bekannt für seine Straßenkünstler wie Zauberer, Pantomimen, Musiker und Feuerschlucker. Bekannt ist der Irish Coffee im berühmten Buena Vista Café. Im Lou´s am Pier 47 spielen die besten Blues-Musiker, Comedy und Jazz gibt es im Bimbo´s 365 Club. Das Musée Mécanique (museemecaniqu.org) am Pier 45 (am Beginn der Taylor Street) bietet einen schönen Eindruck vom Amüsement der vergangenen beiden Jahrhunderte mit Tanzpavillons, Pools und Riesenrädern.

Ebenfalls zu den Bewohnern der Waterfront gehören die Seelöwen, die sich an bestimmten Docks besonders gern aufhalten. Den besten Blick hat man vom Außenweg des Pier 39, nur ein paar Minuten von Alcatraz entfernt.

VUSA-TIPP: Das California Welcome Center im zweiten Stock von Pier 39 hilft bei der Planung von Aktivitäten. Wer literarische Unterstützung bei der Auswahl des passenden Lokals sucht, sollte sich das Buch „The Food at Fisherman´s Wharf“ von A.K. Crump ansehen.

Ghirardelli Square
Nur wenige Gehminuten von Fisherman’s Wharf und der Cannery entfernt liegt der Platz mit den verzinkten, weiß bemalten Ziegelbauten der alten Ghirardelli Schokoladenfabrik, sowie Apartments, kleinen Geschäften, Bäckereien und internationalen Restaurants. Viele „menschliche Statuen“ und Pantomime treten hier auf. 900 North Point Street.

Pier 39
Mit Geschäften, Restaurants, den Seelöwen und dem Aquarium wird hier für alle etwas geboten. Wenn man San Franciscos Embarcadero besucht, ist ein Besuch des Pier 39 ein absolutes „Muss“. Hier findet übrigens jeder das passende Mitbringsel, denn die Shops sind eine wahre Fundgrube für Souvenirs und Andenken. Für den kleinen Hunger gibt es zahlreiche Eateries, wer richtig Essen gehen will, besucht eines der Restaurants – mit einer unbezahlbaren Aussicht auf die Bucht von San Francisco, Alcatraz und die Golden Gate Bridge.

Im kinderfreundlichen Aquarium of the Bay sind mehr als 2.000 Meerestiere aus der Bucht und umliegenden Gewässern untergebracht. Der Blick unter die Wasseroberfläche lohnt sich, denn die Seetang-Wiesen (die so genannten Kelp-Forests) vor der kalifornischen Küste gehören zu weltweit einzigartigen Lebensräumen. Straßenkünstler und Musiker sorgen am gesamten Pier 39 für gute Stimmung. Ein Besuch ist vor allem sonntags empfehlenswert. Dann findet man auf der „Freilichtbühne“ des Piers von Sängern und Musikern bis hin zu Salsatänzern alle nur erdenklichen Künstler. Wer sich eher für Natur interessiert, kann die Seelöwen in der Marina beim Faulenzen und Spielen beobachten.

Alcatraz
Als Teil der „Golden Gate National Recreation Area“ ist die Gefängnisinsel Alcatraz eines der berühmtesten Wahrzeichen San Franciscos. In seiner abwechslungsreichen Geschichte war Alcatraz einst Heimat des berühmten Gefängnisses, in dem Verbrecher wie Al Capone und George „Machine Gun“ Kelly einsaßen. Auf der Insel gibt es außerdem einen Leuchtturm sowie ein historisches US-Militärfort.  Der Blick von Alcatraz über die Bay Area und auf die Stadt gehört zu den besten. Auf einer Tour mit Alcatraz Cruises erfährt man alles über die berühmten Bewohner von The Rock.

Hier finden übrigens wechselnde Ausstellungen zu Themen wie etwa der Besetzung von Alcatraz durch amerikanische Indianer in den 1970er Jahren, die Militärgeschichte oder über die herausfordernden Lebensbedingungen auf der Insel statt. Die angebotenen Audiotouren sind sehr zu empfehlen.

Alcatraz ist zudem ein hervorragender Ort, um nistende Seevögel zu beobachten. Es ist ratsam ein Fernglas mitzunehmen und Ausschau nach Kormoranen, Möwen, Taubenteisten, Schmuck- und Nachtreihern zu halten.

Transamerica Pyramid
Die 260 Meter hohe Transamerica Pyramid mit 48 Stockwerken wurde sofort nach der Eröffnung 1972 zu einem der neuen Wahrzeichen der City. Obwohl es demnächst nicht mehr das höchste Gebäude San Franciscos sein wird (der Salesforce Tower mit 326 m Höhe wird 2018 fertiggestellt), ist das spektakuläre Design für das der US-Architekt William L. Pereira verantwortlich ist, weiterhin ein Markenzeichen der Stadt. Das Besucherdeck im 27. Stock wurde nach den Attentaten vom 11. September 2001 geschlossen, sodass jetzt nur noch die Lobby frei zugänglich ist. Dort gibt es allerdings ein virtuelles Observation Deck: vier mobile Kameras übertragen Bilder vom Turm auf mehrere Monitore. Das Publikum kann die jeweiligen Blickwinkel steuern. (600 Montgomery Street)

Cable Car
Das steile und hügelige Terrain der City erlaubt den Betrieb herkömmlicher Adhäsions-Straßenbahnen nicht, daher entwickelte Andrew Smith Hallidie 1873 ein Straßenbahnsystem, bei der der Waggon von einem unterirdisch laufenden Umrollkabel gezogen wurde. In San Francisco bewährte sich dieses System und so wurden nach und nach weitere Strecken eröffnet. Bis heute haben sich die drei Linien The Powell-Hyde (Linie 60), The Powell-Mason (Linie 59) und The California Street (Linie 61) erhalten, die mittlerweile zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören. Lange Wartezeiten werden in Kauf genommen, um mit dem ratternden Wagen mitfahren zu dürfen. Wer Glück hat, kann den Steuermann (Gripman) oder den Bremser bei der Arbeit beobachten. Die Cable Car in San Francisco ist die einzige verbliebene Kabelstraßenbahn der Welt, die immer noch in Betrieb ist.

Lombard Street
Die „krummste Straße der Welt“ ist wohl eine der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten San Franciscos. Mit einem Gefälle von 27% war sie einst eine der steilsten Straßen der Stadt. Dieser Umstand war für viele Autofahrer und Fußgänger problematisch, daher kam man 1923 auf die Idee, den Abschnitt zwischen Hyde und Leavenworth Street als bergabführende Einbahnstraße mit acht steilen Serpentinenkurven anzulegen. Die Cable Cars halten an der Spitze der Lombard Street auf der Hyde Street.

Nob Hill
Der Bezirk – dessen Spitzname immer noch ‚Snob-Hill’ lautet – war im 19. Jahrhundert der Mittelpunkt des luxuriösen Lebens. Damals verdienten Männer ein Vermögen mit der Eisenbahngesellschaft und Goldminen. Er liegt zwischen den Straßen California, Sacramento, Jones und Taylor. Elegante Apartments, Häuser und Hotels findet man hier.

North Beach
Das Viertel ist für seine Kunstgalerien, Buchhandlungen, internationalen Restaurants und die lockere Lebensweise bekannt und erstreckt sich von Telegraph Hill bis hinunter zum Ufer. North Beach lag einst direkt am Wasser. Durch Landaufschüttungen rückte das Meer weiter weg. Während des Erdbebens von 1906 retteten die Italiener, die hier lebten, viele der viktorianischen Häuser, indem sie sie mit Rotwein tränkten und sie somit vor den Flammen schützten. Auch heute noch findet man hier eine Vielzahl exzellenter italienischer Restaurants der Stadt, sowie das weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte ‚Caffe Trieste’ .

Golden Gate Park
John McLaren, ein schottischer Landschaftsgärtner und der Superintendant des Parks (1887-1943) verwandelte ein Gebiet mit unfruchtbarem Ödland und Wanderdünen in eine üppige grüne Oase mit zahlreichen künstlichen Seen und Pflanzenarten aus aller Welt. Der Park grenzt im Westen an den Ozean und erstreckt sich 5 km ins Inland. Zu den Attraktionen zählt die Conservatory of Flowers, eine Bisonherde, eine restaurierte Windmühle im holländischen Stil, Bootsverleihe und ein kleines Freilufttheater mit kostenlosen Konzerten. (501 Stanyan Street und Fell Street).

Civic Center
Das Gebäude mit den Büros der Bundes-, Staats- und Stadtregierung liegt umgeben von gepflegten Parklandschaften an der Market und Franklin Street. Die Kuppel ist höher als die des U.S. Capitols in Washington DC. 1945 tagte im Civic Center die Konferenz der Vereinten Nationen. Daraus resultierte die erste Charter, die schließlich zur Gründung der Vereinten Nationen führte. 1 Dr. Carlton B. Goodlett Place.

Golden Gate Bridge
Das weltbekannte Wahrzeichen verbindet seit 1937 San Francisco mit dem Marin County (über den Redwood Highway US 101). Mit einer Länge von 2.722 m und einer Spannweite von 1.273 m ist sie eine der längsten Einfeldhängebrücken, die jemals gebaut wurde. Die beiden massiven Türme ragen 226 m hoch über dem Wasser und sind damit die höchsten Brückentürme der Welt. Die Durchfahrtshöhe von 70 m lässt auch die größten Schiffe passieren. Ein Malerteam ist ständig damit beschäftigt, die Farbe der Golden Gate Bridge zu erneuern. Da es etwa 2 Jahre dauert, bis die Brücke vollständig angestrichen ist, muss das Team nach Beendigung des Projektes oftmals gleich wieder von vorne anfangen. Die Golden Gate Bridge hat einen höheren Bekanntheitsgrad als die Cable Cars oder die viktorianischen Häuser der Stadt.

Bike the Bridge
In San Francisco wird das Radfahren immer beliebter. Eines der tollsten Erlebnisse ist „Bike the Bridge“: vom Fahrrad-Verleih am Fisherman´s Wharf geht es entlang der Küste über die Golden Gate Bridge nach Sausalito.

VUSA-TIPP: Ein Stopp am Cavallo Point mit Mittags- oder Kaffeepause. Die ehemalige Militärakademie Fort Baker wurde zu einem Hotel umgebaut und ist immer noch ein Geheimtipp.

Farmers Market im Ferry Building
Der Ferry Building Farmer´s Market ist wegen seiner Vielfalt an kulinarischen Überraschungen ein beliebter Treffpunkt. Aber der Stand von La Cocina Community Kitchen (gleich neben dem äußerst beliebten Blue Bottle Coffe Kiosk am südlichen Ende des Ferry Building) ist eine besondere Erwähnung wert: Diese gemeinnützige Einrichtung unterstützt kleine, regionale Erzeuger und bietet eine Vielzahl verschiedenster Leckereien wie z.B. natürlich hergestellte Marmelade, frische Frühlingsrollen, Kochbananen-Chips oder Mystipies (südafrikanisches Fleisch- und Gemüsepasteten). Der Markt findet samstags von 8-14 Uhr und dienstags von 10-14 Uhr statt.
One Ferry Building At Embarcadero, San Francisco, CA 94111, www.ferrybuildingmarketplace.com

Shopping, Nachtleben & Kulinarisches

Die City am Golden Gate hat viel anzubieten…..in jeglicher Hinsicht

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