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Andere Länder andere Sitten

Restaurants, Trinkgelder, Alkohol, Shopping, ...

Andere Länder andere Sitten – das gilt natürlich auch und im Besonderen für Reisen in die USA. Hier finden Sie wichtige Tipps, wieviel Trinkgeld Sie im Restaurant, dem Busfahrer, dem Reiseleiter bei einer Rundreise und auch dem Taxifahrer geben sollten.

Restaurants
Jedes größere Hotel verfügt über eines oder mehrere Restaurants, in denen internationale Gerichte angeboten werden. Diese Möglichkeit ist zwar einfach und bequem, oft aber auch recht kostspielig und auf die Dauer vielleicht eintönig. Bedingt durch die multikulturelle Gesellschaft in den USA gibt es eine Vielzahl größerer und kleinerer Restaurants, in denen Sie chinesische, asiatische, italienische, mexikanische, griechische, arabische oder südamerikanische Spezialitäten genießen können. Das Angebot ist regional unterschiedlich, aber nahezu grenzenlos, oft recht preiswert und meist sehr schmackhaft. Zu den weiteren Möglichkeiten, gut, preiswert und abwechslungsreich zu essen, gehören die zahlreichen Steakhäuser, aber auch die Coffee-Shops, in denen kleine Snacks und Sandwiches angeboten werden. Und natürlich gibt es die weltbekannten „Fast-food“-Restaurantketten für „Hamburger“- und Geflügelmahlzeiten.

In den Coffee-Shops und in vielen der kleineren Restaurants gibt es ein umfangreiches Frühstücksangebot, das von Rühreiern mit Schinken und Würstchen bis zum Müsli mit Yoghurt und Obst reicht. Die Mahlzeit am Mittag wird „Lunch“ genannt, und in den Bars und Restaurants wird ein kleineres, kaltes oder warmes Menü angeboten. Die eigentliche Hauptmahlzeit wird dagegen am Abend beim „Dinner“ etwa zwischen 18.00 und 21.00 Uhr eingenommen. Bei vielen, vor allem wegen ihrer guten Küche bekannteren Restaurants ist eine Tischreservierung für das Dinner empfehlenswert.

Auch bei Restaurantbesuchen bevorzugen die Amerikaner legere Freizeitkleidung. In manchen Restaurants, besonders in solchen der höheren Preis- und Qualitätsklasse, sind bei Herren Jackett und manchmal auch Krawatte erwünscht, vor allem zum Dinner.

Übrigens: in den USA ist es nicht üblich, dass Sie sich nach dem Betreten eines Restaurants selbst Ihren Tisch suchen: „wait to be seated“ heißt das Motto, und ein freundlicher Angestellter wird Sie zu einem Tisch führen.

Bezahlt wird oft nicht bei der Bedienung, sondern an der Kasse. In diesen Fällen sollten Sie das Trinkgeld einfach auf dem Tisch liegen lassen, wenn Sie die Rechnung bar zahlen. Sollten Sie mit Kreditkarte zahlen, können Sie den Rechnungsbetrag bei der Abrechnung auch um das Trinkgeld erhöhen. Zu dem im „menue“, der Speisekarte, ausgewiesenen Preisen kommt immer noch die lokale „sales tax“, die Verkaufssteuer, hinzu, die regional unterschiedlich ist und bis zu 12% betragen kann. Die Toilette heißt „restroom“, „men/women“ oder „ladies/gentlemen“.

Rauchen
In Bussen, Zügen, Taxis und den meisten öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen untersagt, ebenso in Gaststätten und Cafés, die Essen servieren. Viele Restaurants haben jedoch Plätze im Freien, wo das Rauchen erlaubt ist. Hotelzimmer sind als „Raucherzimmer“ und „Nichtraucherzimmer“ ausgewiesen. Geben Sie bei der Reservierung an, welche Art von Zimmer Sie bevorzugen. In Frühstückspension (Bed & Breakfast) ist das Rauchen in den Zimmern in der Regel nicht gestattet.

Trinkgelder
Im Gegensatz zu vielen Ländern Europas sind Bedienungsgelder nicht im Preis eingeschlossen. Das Servicepersonal in den Hotels und Restaurants oder der Taxifahrer leben jedoch größtenteils von Trinkgeldern – entsprechend niedrig ist der Grundlohn -, und deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, diese auch zu geben. Als Faustregel für Taxifahrer und Restaurantbedienstete rechnet man 15-20% des Rechnungsbetrages. Der Hotelboy, der Ihnen das Gepäck aufs Zimmer bringt, erwartet mindestens einen USD pro Gepäckstück als „Tip“. Wenn Sie an einer organisierten Busreise teilnehmen, rechnet man für den Busfahrer USD 2-3 und für den Reiseleiter USD 3-4 pro Tag und Person. Auch ist es üblich, für den Zimmerservice am Zimmer ein Trinkgeld bei Abreise zu hinterlassen.

Alkohol
Die gesetzlichen Regelungen zum Kauf und Genuss von Alkohol sind in den USA regional sehr unterschiedlich. In den meisten Staaten erhalten Sie in Bars, Restaurants und Cocktail-Lounges Wein, Bier und Schnäpse. In den so genannten „wine and spirit stores“ oder in so genannten „government liquor stores“ werden alkoholische Getränke verkauft. In den großen Supermärkten werden Sie alkoholische Getränke auch nur in räumlich und abrechnungstechnisch getrennten Abteilungen finden.

In vielen Staaten der USA ist es verboten, angebrochene Flaschen mit Spirituosen im Auto mit sich zu führen oder Alkohol zum Strand mitzunehmen. Besonders streng sind die Bestimmungen im Mormonenstaat Utah, wo alkoholische Getränke nicht im Fahrgastraum des Autos, sondern nur im Kofferraum transportiert werden dürfen. In manchen Bundesstaaten dürfen Personen unter 21 Jahren selbst in Begleitung Erwachsener keinen Alkohol in öffentlichen Lokalen verzehren. Außerdem ist der Verkauf von alkoholischen Getränken an Personen unter 21 Jahren in den meisten Regionen verboten. Da häufig ein Altersnachweis verlangt wird, sollten Sie einen Ausweis mit sich führen, aus dem Ihr Geburtsdatum hervorgeht. Trunkenheit am Steuer ist gesetzwidrig.

Shopping
Die Supermärkte und Kaufhäuser in den USA sind europäischen nicht nur gleichwertig, sondern häufig sogar überlegen. Besonderen Spaß kann das „shopping“ in den sogenannten „malls“ machen, große, oft gigantische, klimatisierte Gebäudekomplexe mit einer Vielzahl von Fachgeschäften, in denen man nahezu alles erstehen kann, was das Herz begehrt. Auch Dienstleistungsbereiche wie Banken, Friseure und Schlüsseldienste sind vertreten. In einem Coffee-Shop oder einem kleinen Restaurant kann man sich dann vom Einkaufsstress erholen. Restaurants mit Alkoholausschank oder Bars dagegen findet man in den „malls“ nicht.

In den großen Städten gibt es ganze Straßenzüge und sogar Stadtviertel mit zahlreichen großen und kleinen Geschäften und einem nahezu unvorstellbar großen Angebot.

Lebensmittel kosten etwa gleich viel wie in Europa, und günstiger als hier kann man im allgemeinen Waren erwerben, die im Zusammenhang mit Sport und Freizeit stehen bzw. solche, die die Amerikaner selbst häufig kaufen. Ein in den USA gekauftes Paar Cowboystiefel ist natürlich nicht nur preiswerter als in Europa, sondern auch meist von besserer Qualität.

Die Konfektionsgrößen in den USA werden anders als in Europa angegeben. Sie sollten in jedem Fall eine Beratung durch das Bedienungspersonal suchen und die ausgesuchte Ware vor dem Kauf anprobieren.

Die Ladenschlusszeiten sind nicht gesetzlich geregelt, und gewöhnlich sind die Geschäfte bis 18.00 Uhr geöffnet, freitags bis 21.00 Uhr, oft auch an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Kleinere haben manchmal bis in die Nacht hinein, manche Supermärkte sogar rund um die Uhr geöffnet. Wie auch bei den Restaurants wird erst an der Kasse die örtliche Verkaufssteuer auf die ausgeschriebenen Preis hinzugerechnet. Ein Handeln um die Preise ist in den USA nicht üblich.

Post
Die Öffnungszeiten der Postämter sind zum Teil unterschiedlich, jedoch sind sie meist durchgehend zwischen 09.00 und 17.00 Uhr montags bis freitags geöffnet. Briefmarken erhalten Sie bei den Postämtern und in manchen Hotels, Drugstores, Zeitungsständen, Bahnhöfen und Busstationen (manchmal nur Automaten). Die Portokosten für einen normalen Brief betragen 29 Cents innerhalb der USA (Postkarte 19 Cents) und 50 Cents nach Europa (Postkarte 40 Cents).

Straßenverkehr in den USA

Mit einem Fahrzeug in den USA unterwegs zu sein, ist ganz einfach. Einiges sollten Sie jedoch beachten