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Straßenverkehr in den USA

Unterwegs mit Auto, Motorrad, oder Camper

Unterwegs mit Auto, Motorrad, oder Camper Straßenverkehr in den USA

Die USA mit dem Auto zu bereisen, ist sehr einfach. Die meisten Verkehrsregeln sind ähnlich wie in Europa. Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede, die man wissen sollte. Auf der nächsten Seite finden Sie die wichtigsten US-Verkehrszeichen.

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Straßenverkehr
Die Amerikaner fahren gerne und viel Auto, dementsprechend gut ausgebaut ist auch das rund sechs Mio. Kilometer lange Straßennetz. Die schnellste Variante für Langstreckenfahrten sind die mit unseren Autobahnen vergleichbaren „Interstates“, die mit einem „I“ und einer Nummer bezeichnet sind. Wer in den USA unterwegs ist, sollte auch wissen, in welche Himmelsichtung man reisen will, denn bei Auffahrten folgt der Straßennummer die Himmelsrichtung, z. B. „I-75 N“. Die Nord-Süd-Interstates tragen ungerade Nummern – von I-5 entlang der Pazifikküste bis I-95 an der Atlantikküste. Die Ost-West verlaufenden Interstates haben gerade Nummern – von I-10 (Florida – Kalifornien) bis zur I-94 (Boston-Seattle). Bevor das Interstate-System eingeführt wurde, waren die großen Überlandstrecken in der Hand des Staates. Bis heute sind diese Highways abseits der Interstates die wichtigsten Hauptverkehrswege. Sie tragen die Bezeichnung „US“ mit einer Nummer – etwa US-66. Kleinere Straßen sind Landesstraßen, die zusätzlich zur Straßennummer das Kürzel des Bundesstaates führen (z. B. „NY3″). Zudem gibt es noch die Kreis-Straßen („County Roads“). „Turnpikes“ oder „tollways“ sind gebührenpflichtige Straßen. Ratsam ist es, immer Kleingeld bereitzuhalten oder beim Autovermieter einen „tollpass“ zu erwerben.

Dringend empfohlen wird die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten. Die maximale Geschwindigkeit auf Autobahnen ist seit einigen Jahren in den einzelnen Bundesstaaten unterschiedlich geregelt. In einigen Bundesstaaten gibt es auf den Interstates z.T. gar keine Beschränkung mehr. Die für den entsprechenden Straßentyp (Interstate, US-Highway, State Roads) und den jeweiligen Streckenabschnitt gültige Regelung der Höchstgeschwindigkeit ist durch Straßenschilder (in Meilen pro Stunde/mph) gekennzeichnet. An diese Bestimmungen sollte man sich streng halten, da Vergehen (auch bei Ausländern) unnachsichtig geahndet werden. Die maximalen Geschwindigkeitsbegrenzungen liegen in der Regel bei 75 Meilen/Stunde (mph) (= 121 km/h) in den westlichen Staaten und bei 70 mph (113 km/h) in den östlichen Staaten. Einige Staaten, vor allem im Nordosten, erlauben höchstens 65 mph (105 km/h), auf Hawaii darf höchstens 60 mph (97 km/h) gefahren werden. Ein kleiner Teil des Straßennetzes von Texas und Utah erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 mph (129 km/h). Achten Sie unbedingt und ständig auf die (wechselnde) Beschilderung und halten Sie sich an die Bestimmungen!

 

Geschwindigkeitskontrollen sind nicht selten. Die geparkten Polizeiautos sind zumeist gut getarnt. Die US-Sheriffs verstehen bei der Überschreitung der Geschwindigkeit keinen Spaß – das gilt auch gegenüber Touristen. In bebauten Gebieten, in Innenstädten und auf Straßen mit einer durchgezogenen Einzel- oder Doppellinie ist das Wenden verboten. Gegenverkehr wird durch gelbe Mittellinien auf der Straßenmitte getrennt, mehrspurige Straßen in eine Richtung haben weiße Trennlinien. Eine durchgezogene Linie darf nicht überfahren werden. Der Spurwechsel bei mehrspurigen Straßen muss durch Blinken angezeigt werden. In vielen Staaten darf auch rechts überholt werden, worauf man aber aus Sicherheitsgründen verzichten sollte.

Das Parken an gelb markierten Bordsteinen ist verboten (reserviert für Notdienste), ebenso das Parken näher als 3 Meter an einem Hydranten oder einer Einfahrt. „No Standing“ und „No Parking“, – Halte oder Parkverbotsschilder sollten sorgfältig beachtet werden. Man sollte nur dort parken, wo es eindeutig erlaubt ist. Bei Zuwiderhandeln wird eine Abschleppkralle, „Denver boot“ oder „Denver shoe“ angebracht oder das Fahrzeug entfernt. Das Auslösen eines abgeschleppten Wagens bedeutet nicht nur Zeitverlust, sondern kostet unnötiges Geld.

Verkehrsampeln sind oft nicht am Straßenrand, sondern hoch oben, mitten über der Kreuzung angebracht. Die Ampeln springen gleich von Rot auf Grün um und leuchten nur beim Wechsel von Grün auf Rot auch Gelb. Eine gelb blinkende Ampel ist eine Warnung, eine rot blinkende Ampel fordert zum Anhalten auf. Außerhalb der großen Städte darf man an einer roten Ampel nach rechts abbiegen, wenn man sich überzeugt hat, dass von links kein Verkehr kommt bzw. keine Fußgänger die Straße überqueren (gilt nur in einigen Bundesstaaten).

Wer den bekannten gelben Schulbussen begegnet, sollte darauf achten, dass auch der Gegenverkehr anhalten muss, sobald der Schulbus an einer Haltestelle die roten Blinklichter einschaltet. Damit soll Kindern ein gefahrloser Ein- bzw. Ausstieg und ein Überqueren der Straße ermöglicht werden. Der Geschwindigkeitsbegrenzung in Schulbezirken, die durch ein entsprechendes Schild angezeigt werden, ist unbedingt Folge zu leisten, wenn die gelben Lichter am Schild blinken.

Sollten man einmal von einem Polizeifahrzeug angehalten werden – dies ist dann der Fall, wenn ein Polizeifahrzeug mit Blaulicht und/oder Sirene hinter einem fährt -, fährt man rechts an den Straßenrand, schaltet den Motor aus, dreht das Seitenfenster herunter und wartet, bis ein Polizist von hinten auf das Fahrzeug zukommt. Es ist ratsam, die Hände gut sichtbar am Lenkrad zu halten, denn ein Polizist kennt die guten Absichten nicht.

In städtischen Gebieten kann man im Notfall Polizei, Feuerwehr oder Notarzt unter der Rufnummer 911 erreichen. In ländlichen Regionen wählt man die 0 – anschließend leitet die Telefonvermittlung den Ruf weiter.

Der Tankstellenservice in den USA ist allgemein gut, vielfach gibt es auch noch den Tankwart, der auch kleine Serviceleistungen (Öl nachfüllen, Windschutzscheibe säubern) durchführt, ohne ein Trinkgeld zu erwarten. Die Preise an Servicetankstellen können etwas höher sein als an Selbstbedienungstankstellen. In den meisten Tankstellen zahlt man den Betrag, den man tanken will, vor dem Tanken.

VUSA-Tipp: Gerade wenn Sie vorhaben, große Entfernungen zu überwinden bzw. in entlegenere Landstriche fahren, sollten Sie immer rechtzeitig tanken. Der in verlassener Gegend plötzlich leere Tank ist nicht nur unangenehm, sondern kann mit einer Geldbuße belegt werden. Gemessen wird die Tankfüllung in Gallonen, wobei eine Gallone 3,78 Liter entspricht.

Kindersitze in den USA

Das Fahren mit Kindern ist nur dann erlaubt, wenn das Fahrzeug: 1) mit einem Kindersitz ausgestattet ist 2) der Kindersitz ordnungsgemäß befestigt ist 3) das Kind korrekt im Kindersitz gesichert ist

Ein Baby oder Kind bis 9 kg muss in einem nach rückwärts blickenden Maxi-Cosi gesichert sein. Größere Kinder – zwischen 9 und 18 kg – müssen in einem Sicherheits-Kindersitz sowohl mit dem Sicherheitsgurt des Fahrzeugs als auch mit dem Sicherheitsgurt im Kindersitz gesichert werden.

Bei einem Kind über 18 kg kann eine Sitzerhöhung für das Fahrzeug oder der Sicherheitsgurt des Fahrzeugs verwendet werden. drivinglaws.aaa.com/2012/09/13/child-passenger-safety

Helmpflicht für Motorräder: In den USA gibt es Bundesstaaten mit und ohne Helmpflicht und Staaten mit Helmpflicht mit Altersbeschränkung:

Staaten mit Helmpflicht: Alabama, Georgia, Kalifornien, Maryland, Massachusetts, Michigan, Mississippi, Missouri, Nebraska, Nevada, New Jersey, New York, North Carolina, Oregon, Tennessee, Vermont, Virginia, Washington State, West Virginia

Staaten ohne Helmpflicht: Colorado, Illinois, Iowa, New Hampshire

Staaten mit Helmpflicht mit Altersbeschränkung: Alaska, Arizona, Arkansas, Connecticut, Delaware, Florida, Hawaii Inseln; Idaho, Indiana, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maine, Minnesota, Montana, New Mexico, North Dakota, Ohio, Oklahoma, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, South Dakota, Texas, Utah, Wisconsin, Wyoming

Die Altersbeschränkung („age restriction“) wird in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich gehandhabt. In der Regel bedeutet es, dass Fahrer unter 25 Jahren meist einen Helm tragen müssen, während „reifere“ Fahrer darauf verzichten können.

© Fotos Paul Haselmayr

Verkehrszeichen in den USA

Es ist ein Traum, die USA mit dem Mietwagen, Camper oder Motorrad zu bereisen, die Verkehrszeichen sollte man unbedingt kennen